Therapiekonzept

Die Logik der Lösung und die des Problems bestehen nicht unbedingt aus den gleichen Teilen. Das heißt: Auch wenn es insbesondere am Anfang einer Therapie wichtig sein kann, sich dem Problem und den Tatsachen zuzuwenden, sollte die Konzentration mit der Zeit zunehmend auf die Lösung gerichtet werden. Ansonsten erzeugt man nur mehr desselben. Die Therapie bietet einen sicheren Rahmen, um sich gedanklich von alten Vorannahmen zu trennen und die Frage zu stellen, wie das Verhalten und Erleben aussähe, wäre das Ziel erreicht. Wer von dort aus zurück auf das Problem und die Tatsachen blickt, erkennt neue Wege. 

"Die Tatsachen gehören alle zur Aufgabe, nicht zur Lösung."

Wittgenstein (1996)


konstruktion von lösungen

In der Therapie werden Blockaden in der Nutzung bereits bestehender Lösungsressourcen und problemaufrechterhaltender Beziehungsmuster überwunden. Sie hilft, vorhandene Ressourcen neu zu entdecken und regt die Konstruktion neuer Lösungsszenarien an. Es ist nicht Ziel Abgewehrtes oder Verdrängtes aufzudecken, wodurch Widerstände entstehen würden, sondern zu erkunden, was für den Klienten gut funktioniert. 

Therapieplanung

Die Therapie orientiert sich thematisch, in der Dauer und im Setting an den Wünschen des Klienten. Sie ist erfolgreich abgeschlossen, wenn der Klient selbst den Eindruck hat, das Problem ist zufriedenstellend gelöst. Auch das Therapieziel wird vom Klienten festgelegt. Es kann auf verschiedenen Dimensionen liegen: in der Veränderung von Verhaltensmustern, Ideen oder Glaubenssätzen, aber auch in der Akzeptanz bisheriger Verhaltensweisen und Einstellungen.